Polnische Ostsee: Bomber gefunden

Das Bombenflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg vom Typ Douglas A-20 lag über 70 Jahre auf dem Boden der Ostsee nähe Rozewie, nicht weit entfernt von der Küste. Laut eines Berichtes des Nationalen Maritimen Museums in Danzig ist das Flugzeugwrack am letzten Samstag geborgen und an Land gebracht worden. Die spektakuläre Bergung ist unumstritten von großer Bedeutung für die polnische zeitgenössische Archäologie.

Der Bomber Douglas A-20 wurde bereits im Juni 2013 während routinemäßiger Vermessungen des Bodens der Ostsee gefunden. Der erste Versuch, den Bomber ans Land zu bringen, scheiterte im Oktober 2013 aufgrund ungünstiger Wetterverhältnisse. Ein Jahr haben die Forscher vom Nationalen Maritimen Museum in Danzig auf den jetzigen Erfolg hingearbeitet. Bei der Bergung halfen auch die Marine und das Ölbohrunternehmen Lotos Petrobaltic.

Das Flugzeug selbst wurde von Douglas Aircraft in den Vereinigten Staaten hergestellt. In der frühen Phase des Zweiten Weltkrieges war der relativ kleine und leichte Bomber eines der wichtigsten amerikanischen Bombenflugzeuge. Die Amerikaner haben ihn während der Kämpfe gegen Japan bei Angriffen auf Flugplätze, Hangars und Lagerhallen verwendet. Allerdings war die Sowjetunion der größte Nutzer dieses Modells. Die UdSSR besaß fast 3.000 Stück. Der Bomber war unter mehreren Namen wie zum Beispiel Douglas Boston oder „Nachtjäger“ bekannt. Er diente auch den Briten und Franzosen während der Kämpfe gegen Nazi-Deutschland.

Interessanterweise ist das gefundene Exemplar das weltweit sechzehnte dieser Art von Denkmälern, das dank einer höchst kooperativen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Unternehmern erfolgreich in einem Stück geborgen wurde. In Zukunft wird das Flugzeugwrack im Museum für Polnische Luftwaffe in Krakau sein Zuhause haben und damit die nachfolgenden Generationen an die Geschehnisse des Krieges erinnern.

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