Präsident Duda in Bukarest

Andrzej Duda besucht die polnische Minderheit in Rumänien. Während der offiziellen Veranstaltung in der polnischen Botschaft in Bukarest sprach der Präsident seine Dankbarkeit für die in Rumänien lebenden Polen aus, dass sie die Traditionen und Werte aus dem Heimatland behalten und kultivieren. Duda zeichnete die Verdienten mit Orden aus und gab ein Interview im rumänischen Fernsehen.

Andrzej DudaPräsident Andrzej Duda hält sich momentan in der rumänischen Hauptstadt Bukarest auf, wo er die dort lebenden Auslandspolen besucht. Zunächst legte er Blumen beim Denkmal des Marschalls der Zweiten Republik Polens Jozef Pilsudski nieder. Er wurde durch die rumänischen Pfadfinder begleitet und bekam von den Jugendlichen ein Erinnerungspfadfindertuch.

Dann erfolgte der offizielle Besuch im Sitz der polnischen Botschaft in Bukarest. Duda sagte, es sei ihm eine große Freude, seine Landsleute im Ausland zu treffen, weil deren Angelegenheitem ihm sehr wichtig seien. Es müssten Beziehungen und Kontakte entstehen, um Einheit und Zusammenarbeit zu schaffen. Egal, ob es sich um Menschen handelt, die aus ökonomischen Gründen ausgewandert sind oder um Menschen, die im Ausland geboren wurden, weil deren Vorfahren im Laufe der Geschichte ihren Wohnsitz wechseln mussten. Wichtig sei, dass all diese Menschen sich polnisch fühlten, die polnische Identität behielten und polnische Traditionen kultivierten. Dann betonte Andrzej Duda, dass es für ihn von großer Bedeutung sei, gute Verhältnisse in Polen zu schaffen, so dass die Auswanderer wieder nach Polen zurückkehren wollten und ihr Glück, sowie besseres Leben nicht in anderen Ländern suchen müssten.

Gespräch im rumänischen Fernsehen

Währen des Besuchs in Rumänien gab der polnische Präsident auch ein Interview bei einem lokalen Fernsehsender. Dabei sprach er über die Wahlen in Polen und über die Formierung der neuen Regierung. Er betonte auch seine Hoffnungen auf Beata Szydlo, die in der PiS-Regierung Premierministerin werden soll, und sagte, er fühle sich für die Verwirklichung der Pläne von PiS mitverantwortlich.

Angesprochen wurde auch die Frage der Migranten in Europa und Polen. Dazu sagte Duda, Polen sei bisher allen seinen Aufgaben seitens der EU nachgekommen – besonders was den Schutz der Grenzen der EU und der Schengen-Zone betreffe. Darüber hinaus bekomme in Polen jeder, der es brauche, Hilfe und Zuflucht. Jedoch sprach sich der Präsident gegen die Migrantenquote aus.

Bild: Andrzej Duda // (cc) Lukas Plewnia / polen-heute.de [CC BY-SA 2.0] / Flickr

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