Prozess gegen Nonne

Schwester Bernadetta hat in den Jahren 1991 – 2007 eine Einrichtung für Waisen in Zabrze (Schlesien) geführt. Unter ihrer Obhut soll es zu Gewaltakten gegenüber ihren Schützlingen gekommen sein sowie eine stille Zustimmung zur Pädophilie gegeben haben. Die Angeklagte ist bereits verurteilt worden, doch bisher wurde die Strafe nicht vollzogen.

Schwester Bernadetta aus dem Orden der Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus, in Wirklichkeit Agnieszka F., und ihre Einrichtung sind den Bewohnern von Zabrze und den Medien bekannt. In den letzten Jahren sind immer wieder Geheimnisse von ehemaligen Schützlingen ans Tageslicht gekommen. Ein Haus, in dem den Kindern, die ihre Eltern verloren haben oder aus schwierigen Verhältnissen kamen, geholfen werden sollte, wurde für diese zum neuen Alptraum.

Schwester Bernadetta soll den Kindern gegenüber physische und psychische Gewalt angewendet sowie die älteren Zöglinge zu Gewalt und Pädophilie angestiftet haben. Verteidigt wird die Nonne von ihren Ordensschwestern. Publikationen über ihre Taten seien lediglich „schmutzige Wäsche“ aus der Vergangenheit.

Das Gerichtsverfahren gegen die Nonne läuft bereits seit 2007. Mitte September 2010 wurde sie zunächst zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Später wurde die Strafe zu drei Jahren Freiheitsentzug umgewandelt. Diese hat Schwester Bernadetta aufgrund gesundheitlicher Probleme jedoch nie verbüßt. Jetzt möchte sie völlige Straffreiheit. Aber die Staatsanwaltschaft will diesmal nicht nachkommen. Die Einstellung der Nonne soll nicht überzeugend sein, sie habe niemals Reue gezeigt und halte sich selbst für unschuldig.

 

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