Schlesien – eine touristische Region in Polen

Die Woiwodschaft Schlesien ist eine Region, die für ihren Bergbau, ihre Energie- und Stahlindustrie, ihre Eisenbahnen und vieles mehr bekannt ist. Es ist das am stärksten industrialisierte Gebiet in Polen und in Europa. Sie beherbergt auch viele Denkmäler und interessante Orte, die man besuchen kann.

Die Geschichte Schlesiens

Schlesien ist ein Ort, dessen Geschichte bis ins Jahr 890 zurückreicht, als es vom Großmährischen Reich, einem von Slawen gegründeten mittelalterlichen Staat, beherrscht wurde. Um 990 wurde sie dank Mieszko I., dem historischen Herrscher von Polen, Teil des Landes. Nachfolgende Konflikte, Kriege und Vereinbarungen führten dazu, dass das Gebiet unter anderem zu Böhmen, Österreich, Preußen/Deutschland und schließlich zu Polen gehörte. Fast sechs Jahrhunderte lang lag die Region außerhalb Polens, und die Vielfalt der Länder, die dieses Land beherrschten, hat eine sehr interessante Kultur und ein interessantes Brauchtum entwickelt.

Die Woiwodschaft zeichnet sich seit langem durch einen Reichtum an Bodenschätzen aus, darunter Steinsalz, Eisenerz, Sande und – am beliebtesten – Kohle. Diese Vorzüge haben dazu geführt, dass die Region seit vielen Jahren von verschiedenen europäischen Ländern begehrt wird.

Viele Spuren der alten Kulturen in Schlesien sind bis heute erhalten geblieben. Angefangen bei den Gebäuden, Bräuchen und der Sprache bis hin zu den traditionellen schlesischen Gerichten. Es handelt sich um eine außergewöhnliche Kultur, die es wert ist, näher betrachtet zu werden und in die lange Geschichte einzutauchen, die ihre Spuren hinterlassen hat.

Auf den Spuren der Denkmäler in der Woiwodschaft Schlesien

In dieser Region wird jeder etwas Interessantes für sich finden. Die Woiwodschaft Schlesien umfasst mittelalterliche Schlösser, wunderschöne Seen und Berge sowie ein postindustrielles Erbe, das eine der größten Attraktionen Schlesiens darstellt.

Nach der Schließung einiger Bergwerke und Produktionsstätten wurde die Weg der technischen Denkmäler gegründet. Derzeit ist sie eine der beliebtesten Routen, die das Wissen über die Kultur und das Erbe der Region verbindet. Die Route umfasst Objekte aus den Bereichen Bergbau, Energietechnik, Metallurgie, Kommunikation, Eisenbahn, Wasserwirtschaft, Textilindustrie und Lebensmittelindustrie. Es handelt sich um kulturell reiche Orte, die aus Museen, Arbeitsstätten, Bergwerken und Arbeiterkolonien bestehen. Die Tour umfasst 40 Orte in ganz Schlesien.

Wanderungen unter Tage oder der Bergwerkspfad

Die beliebtesten Besichtigungspunkte sind nicht mehr genutzten Bergwerke. Es handelt sich um Orte, die im Alltag nicht sichtbar und die tief unter der Erde verborgen sind.

Eine davon ist das1855 gegründete Guido-Bergwerk in Zabrze mit bis zu 5 km unterirdischen Gängen, die heute Touristenpfade sind. Sie führen durch ehemalige Bergwerksstollen und zeigen die Welt mit den Augen der Menschen, die dort früher gearbeitet haben. Darüber hinaus bietet das Bergwerk die Möglichkeit, in die Rolle eines Bergmanns zu schlüpfen und unter fachkundiger Anleitung die alltäglichen Arbeiten im Bergwerk zu verrichten, was definitiv mehr als nur ein Ausflug ist. Außerdem hat Guido im europäischen Vergleich die niedrigste Kneipe – etwa 355 m unter der Erde. In diese Tiefe fahren Sie mit einer Shola, einem Aufzug, der in den noch in Betrieb befindlichen Bergwerken täglich benutzt wird.

Ein weiterer unterirdischer Punkt ist der Stollen Königin Luiza, der den Bergbau in den 1970er Jahren zeigt und auch einen interaktiven Teil an der Übertage bietet. Der Wasserweg im Inneren des Bergwerks erregt jedoch Aufmerksamkeit. Sie gehen einen Teil der Strecke zu Fuß, dann steigen Sie in ein Boot und fahren etwa 1.100 Meter auf dem Wasserweg. Es besteht auch die Möglichkeit, mit der Karlikbahn zu fahren. Der Stollen ist ein Ort der Legenden, der alten Kultur, der Bergbaumaschinen und der Traditionen. Ideal für einen Ausflug mit der Familie, bei dem man viel lernen und Spaß haben kann.

An der Spitze der Attraktionen in Tarnowskie Góry steht die historische Silbermine. Es handelt sich um eine ehemalige Stadt in einer Tiefe von etwa 40 Metern, die von den damaligen Aristokraten bewundert wurde. Auf dem Weg durch die verschlungenen Gänge kann man Silber-, Zink- und Bleierz sowie in den Felsen gehauene Bergwerksgesichter sehen. Es werden auch Bootsfahrten zwischen den Schächten angeboten.

Auf den Spuren der Hopfengetränke

Die Stadt Tychy beherbergt das Museum der Tyskie Browary Książęce (Herzoglichen Brauerei Tychy), das ein wesentlicher Bestandteil der schlesischen Geschichte ist. Die Brauerei wurde 1629 gegründet und ist damit eine der ältesten in Polen. Seitdem wird dort kontinuierlich Bier gebraut. Sie erfahren etwas über die außergewöhnliche Geschichte dieses Ortes, sehen die prächtige Architektur, lernen den Brauprozess kennen und haben die Gelegenheit, das Bier zu verkosten.

Eine ähnliche Besichtigungstour hat das private Museum der Żywiec-Brauerei in Żywiec. Sie befindet sich in ehemaligen Lagerkellern. Der moderne Stil und die Interaktivität des Museums machen den Besuch zu einem Erlebnis. Neben Informationen über das Bierbrauen und die Geschichte der Brauerei seit ihrer Gründung im Jahr 1856 können die Besucher eine Sammlung von Gläsern, Krügen und Flaschen besichtigen, die im Laufe der Zeit verwendet wurden. Es ist eine reichhaltige Sammlung von Exponaten, die auf ungewöhnliche Weise präsentiert werden. Nach der Besichtigung können Sie sich in der Kneipe auf dem Gelände des Museums entspannen.

Stern von Schlesien oder Maciej-Schacht

In Zabrze (Hindenburg O.S.) befindet sich neben anderen Bergwerken auch der Stern der Technik, ein ehemaliges Steinkohlebergwerk. Dieses Denkmal ist eines der am besten erhaltenen mit einem breiten touristischen Angebot. Sie können nicht nur den Maschinenraum besichtigen, sondern auch den höchsten Punkt des Schachtes erklimmen, der heute als Aussichtspunkt dient. Von hier aus erstreckt sich das Panorama von Gliwice und Zabrze.

Der Schacht wurde von einer Kohlemine in eine Wassergewinnungsanlage umgewandelt. Auf der Tour besteht die Möglichkeit, Wasser direkt aus der Quelle zu probieren.

Dieser Ort ist auch berühmt für die kulinarischen Aromen Schlesiens, wo Sie also traditionelle Gerichte der Region probieren können.

Nikiszowiec – ein Ort, an dem die Zeit stehen geblieben ist

In Kattowitz wurde vor über 100 Jahren eine Siedlung für die Bergleute der Grube Giesche errichtet. Dieses Gebiet ist durch Gebäude aus Stein und Ziegeln gekennzeichnet. Ihre charakteristische Farbe ist rot. Die gesamte Architektur ist in perfektem Zustand erhalten, so dass man beim Durchschreiten des Tores den Eindruck hat, in die Vergangenheit zu reisen.

Lebensmittelläden, ein Friseur und andere Einrichtungen sehen noch genauso aus wie vor vielen Jahren. Außerdem gibt es eine Kirche und ein Museum, das an der Stelle einer ehemaligen öffentlichen Wäscherei eingerichtet wurde. Bei einem Besuch in Nikiszowiec kann man den Geist der Zeit spüren und den alten Stil der Gebäude bewundern.

Aktives Sightseeing auf dem Adlernestweg

Rund 169 km Wanderwege erstrecken sich von Krakau bis nach Częstochowa (Tschenstochau), das zu Schlesien gehört. Dieser Ort garantiert wunderschöne, von der Natur geschaffene Ausblicke sowie Ruinen und Burgen, die auf Kalksteinfelsen gebaut wurden. Die Gebäude befinden sich hoch oben auf den Hügeln, daher der Name Adlernester. Auf der Route befinden sich 11 verschiedene Schlösser. Einige von ihnen sind in einem sehr guten Zustand.

Der Eagles‘ Nests Trail ist ein idealer Ort für aktives Sightseeing. Es gibt die Möglichkeit zum Radfahren, Höhlenwandern, Klettern, Nordic Walking und sogar zum Skifahren. Der Weg ist vollständig markiert, und die Unterkünfte sind gut ausgebaut.

In Polen ist die schlesische Region touristisch sehr gut entwickelt. Rund 3 Millionen Touristen besuchen die Gegend jedes Jahr. Es gibt viele Attraktionen und Natur, so dass es unmöglich ist, während einer siebentägigen Reise alles zu sehen. In den meisten Orten gibt es Besichtigungen in deutscher und englischer Sprache, und die wichtigsten Attraktionen sind auf leicht zugänglichen Websites und in Touristenzentren zu finden.







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