Studentenparty mit tragischem Ende

Eine der größten und bekanntesten Studentenpartys in Posen endete in diesem Jahr tragisch. „Das große Grillen“ der Adam-Mickiewicz-Universität Posen geriet außer Kontrolle. Betrunkene Studenten zerstörten Haltestellen und Straßenbahnen. Ein 22-jähriger Student ist auf dem nahegelegten Bahngleis tot aufgefunden worden. 

„Das große Grillen“ der Adam-Mickiewicz-Universität (UAM) wird seit neun Jahren von der Studentenselbstverwaltung für UAM-Studenten und Studierende aller anderen Universitäten der Stadt Posen veranstaltet. Es ist eine der größten Studentenpartys der Stadt und wird immer unter freiem Himmel auf dem UAM-Campus Morasko organisiert. Bisher wurden die Events von den Studenten immer genutzt, um sich vor den Sommersemester-Prüfungen zu treffen und Musik live zu hören. Auch in diesem Jahr erfreute sich das Event eines großen Interesses. Die Veranstaltung selbst verlief ohne Probleme – diese begannen erst, als die betrunkenen Teilnehmer nach Hause gehen wollten.

Der Campus Morasko liegt am Stadtrand, wo kaum ein Student wohnt. Die meisten nutzten daher die öffentlichen Verkehrsmittel für die Heimreise. So verwundert es kaum, dass sich die Endhaltestelle der Posener Schnellbahn binnen kurzem füllte. Auch die Straßenbahnen waren bald gefüllt von großen Mengen junger Menschen. In den Bahnen kam es zu zahlreichen Akten des Vandalismus. Fast alle in der Nacht verkehrenden Straßenbahnen der Posener Schnellbahn wurden beschädigt – die Türen wurden herausgerissen, die Innenräume demoliert. Laut Zeugenaussagen soll ein Obdachloser in einer der Straßenbahnen geschlagen und aus dem Wagen geworfen worden sein. Einem anderen Bericht zufolge soll eine auf dem Bahnsteig wartende Frau von einer Menschenmenge heftig gequetscht worden sein. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht.

Aber die echte Tragödie wurde erst am nächsten Tag entdeckt: Ein 22-jähriger Mann – höchstwahrscheinlich ein Teilnehmer des „großen Grillens“ –  wurde auf einem nahegelegenen Bahngleis tot aufgefunden. Sein Körper war zerteilt. Höchstwahrscheinlich ist das Opfer unter einen Zug gefallen. Nach unbestätigten Angaben soll der Mann ein Student zweier Posener Universitäten gewesen sein, aber die Polizei betont, dass die Ermittlungen erst begonnen hätten.

Die weiteren Events, die im Rahmen des „großen Grillens“ für das Wochenende geplant waren, wurden von den Veranstaltern abgesagt.

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