Vertiefung der polnisch-kasachischen Beziehungen

Gestern ist der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew zu einem zweitätgigen Besuch nach Warschau gekommen. Dort nahm er mit seinem polnischen Amtskollegen Andrzej Duda an der Eröffnung des Polnisch-Kasachischen Wirtschaftsforums teil. Darüber hinaus traf sich das kasachische Staatsoberhaupt mit der Premierministerin Beata Szydlo und dem Senat-Marshall Stanislaw Karczewski.

Nursultan Nasarbajew und Beata SzydloBereits ein paar Tage vor dem Besuch des Präsidenten Kasachstans Nursultan Nasarbajew in Polen ist vom ersten geplanten Schritt zur Verbesserung der polnisch-kasachischen Beziehungen berichtet worden. Der Botschafter von Kasachstan in Polen kündigte nämlich an, dass die Visapflicht für nach Kasachstan reisende Polen aufgehoben werden soll. Die neue Regelung soll am 1. Januar 2017 in Kraft treten. Eine endgültige Entscheidung ist jedoch noch nicht gefällt worden.

Der kasachische Präsident nahm mit seinem polnischen Amtskollegen an der Eröffnung des polnisch-kasachischen Wirtschaftsforums teil. Bei diesem Ereignis äußerte Andrzej Duda die Hoffnung, dadurch einen neuen Weg für die Vertiefung der polnisch-kasachischen Beziehungen zu schaffen. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Kontakte und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern in den letzten Jahren abgenommen haben. Der Besuch von Nasarbajew in Polen soll den Unternehmern grünes Licht für gemeinsame Investitionen geben. Duda betonte dann, dass Kasachstan eine leitende Position in der zentralasiatischen Wirtschaft hat.

Andrzej Dudas Ansicht nach ist das Potential einer Zusammenarbeit echt groß. Diese könnte wiederum dazu führen, dass Polen sich auf weitere Märkte Zentralasiens öffnet. Der polnische Präsident ermutigte dazu, dieses Potential zu nutzen, weil es die Wirtschaft in beiden Ländern verbessern und einen guten Einfluss auf den Lebensstandard beider Gesellschaften haben könnte.

Nursultan Nasarbajew sagte, Kasachstan betrachte Polen als einen wichtigen politischen und wirtschaftlichen Partner. Er betonte, dass sein Land an der Erfahrung Polens in der Entwicklung von kleinen und mittelgroßen Unternehmen interessiert sei. Laut Nasarbajew gebe es aktuell in Kasachstan rund 100 Firmen, die mithilfe vom polnischem Kapital arbeiten. Es seien vor allem Pharma- und Bauunternehmen.

Der Besuch trug dazu bei, dass zwischen die staatliche BGK-Bank und der kasachischen Entwicklungsbank ein Vertrag  von über 300 Millionen Dollar für die Finanzierung von Infrastruktur-, Investitions- und Industrieprojekte abgeschlossen wurde.

Bild: Nursultan Nasarbajew und Beata Szydlo // (cc) P.Tracz/KPRM [Public Domain Mark 1.0] / Flickr

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