Das Warschau meiner Träume

Warschau Panorama

Warschau ist Hauptstadt und zugleich die größte polnische Stadt mit rund 1,8 Millionen Einwohnern. Die Metropole in Polen ist ein wichtiges wissenschaftliches, kulturelles, politisches und wirtschaftliches Zentrum. Die Stadt begeistert, inspiriert und berührt jeden, der sich in ihr auffällt. Lassen sie uns eine kurze Besichtigung der Stadt wagen.

Warschauer Hauptbahnhof

Melting Pot Polens

Warschau gilt als Melting Pot des Landes. Die Warschauer Universität zieht viele Studenten an, auch aus dem Ausland, aber auch Menschen aus der Wissenschaft und Kunst. Es kommen Menschen, die einen Job suchen und sich beruflich weiterentwickeln wollen. Zudem kommen Liebhaber der guten polnischen Küche und Tradition auf ihre Kosten. Und das alles nur 573 Kilometer von Berlin entfernt. Mit dem Berlin-Warszawa-Express sind es nur 6 Stunden Fahrtzeit. Von Krakau aus, dem anderen kulturellen Zentrum von Polen, reist man rund zweieinhalb Stunden.

Auch mit dem Flugzeug erreicht man das Herz von Polen sehr gut. Der Chopin-Flughafen ist in unmittelbarer Nähe der Stadt, die international als Warsaw bekannt ist, und hat damit auch eine zentrale Lage.

Der Kultur- und Wissenschaftspalast

Kulturpalast in Warschau

Das Wappen der Hauptstadt Warschau – ponisch Warszaw –  ist das Bild einer Meerjungfrau, die in der rechten Hand ein Schwert über dem Kopf und in der linken Hand einen Schild hält. Der Kulturpalast ist jedoch das inoffizielle Symbol Warschaus, das bisher viele Emotionen bei den Einwohnern hervorgerufen hat und zu einem festen Bestandteil der Stadtlandschaft geworden ist.

warschauer-seejungfer

Der Kulturpalast wurde zwischen 1952 und 1955 nach dem Entwurf des sowjetischen Architekten Lew Rudniew errichtet, der sich von den Moskauer Wolkenkratzern inspirieren ließ. Józef Stalin war der Begründer der Idee, den Palast zu bauen. Die Gegner des Gebäudes betrachten es als Symbol der sowjetischen Herrschaft über Polen.

Im Laufe der Jahre entstanden verschiedene Konzepte, wie die Verdeckung mit Bürogebäuden, die Schaffung eines Museums des Kommunismus oder gar der Abriss. Der Palast steht jedoch noch immer und ist voller Leben. Er ist Sitz vieler Unternehmen und gemeinnütziger Einrichtungen, darunter Kinos, Theater, Museen und Universitäten. Die Lage im Zentrum Warschaus, in der Nähe des Hauptbahnhofs, macht es zu einem der ersten Dinge, die von Besuchern betrachtet und fotografiert werden. Die meisten Warschauer können sich die Hauptstadt ohne den Kultur- und Wissenschaftspalast kaum vorstellen.

Museen in Warschau

Für diejenigen, die die Geschichte der Stadt erkunden, ihre Einheimischen „kennenlernen“ und bestimmte historische Ereignisse verstehen wollen, gibt es eine reiche Liste an Museen.

Zu den größten gehören: das Nationalmuseum, das Warschauer Königsschloss, der Wilanów-Palast, das Museum von Warschau, der Park der Bäder (der Łazienki-Park) und zwei der jüngsten Kulturstätten – das Museum des Warschauer Aufstandes und das Museum der Geschichte der polnischen Juden Polin.

Museum des Warschauer Aufstandes

Das Museum des Warschauer Aufstandes wurde am 31. Juli 2004, kurz vor dem 60. Jahrestag des Ausbruchs des Aufstands, eröffnet. Die Ausstellungen zeigen den Kampf und den Alltag der Aufständischen in Warszawa (wie es in Polen heißt), es erinnert an ihre Taten. Es ist interessant, dass sich das Museum im ehemaligen städtischen Straßenbahnkraftwerk in Warschau befindet, was diesem Ort eine besondere Atmosphäre und Charakter verleiht. Dank der Kombination moderner audiovisueller Techniken (Bild, Licht und Ton) und der vielen originalen Ausstellungstücke aus dieser Zeit (darunter Briefe, Fotos, persönliche Gegenstände, Waffen, biographische und historische Informationen sowie Karten, Tafeln und Filme von 1944) wird das Museum zum Erlebnis für jung und alt.

Diese Sinnesreize gebem dem Besucher zudem den Eindruck, dass er sich dem  Ereignis im letzten Jahrhundert persönlich nähert. Die Austtellungsroute zeigt die Chronologie der Ereignisse und gibt dem Besucher den Eindruck, es/sie bewege sich in der Umgebung von vor mehr als 70 Jahren. Sie gehen auf Granitpflastern zwischen den Trümmern des zerstörten Warschaus und um sie herum ertönen die für diese Zeit typischen Geräusche.

Die subtile Einfügung der Exponate in die gesamte Statik dieses Ortes und die Verfügbarkeit dieser für den Besucher (Exponate zum greifen nahe) stellen die Originalität und Schönheit dieses Museums dar in Zeiten, die für ganz Europa bewegend waren.

Museum der Geschichte der polnischen Juden Polin und Warschauer Judenviertel

Jüdisches Musemu Polin

Das Museum der Geschichte der polnischen Juden Polin befindet sich in einem modernen, verglasten Gebäude, das zwischen 2009 und 2013 nach dem Entwurf eines finnischen Architektenteams unter der Leitung von Rainer Mahlamäki errichtet wurde.

Der Ort, an dem das Museum gebaut wurden, ist etwas Besonderes, da es sich um den ehemaligen jüdischen Bezirk Warschau handelt, der als nördlicher Bezirk bezeichnet wird. Dieser wurde 1809 gegründet, als die Behörden des Herzogtums Warschau Juden verboten, in der Warschauer Altstadt und auf den Hauptstraßen zu leben. Damals wurde ein separates Gebiet (der nördliche Bezirk) markiert, in dem sich Juden in Warschau niederlassen durften.

Der Stadtteil entwickelte sich und wurde Ende des 19. Jahrhunderts Teil der Warschauer Innenstadt. Es sei darauf hingewiesen, dass es sich damals nicht um ein geschlossenes Gebiet handelte, er keine spezifischen Grenzen hatte und seine Bewohner sich frei bewegen konnten. Erst 1940 errichteten die Deutschen im Warschauer Judenviertel ein Ghetto, das von einer hohen Mauer umgeben wurde und den Bewohnern jegliche Rechte entzog. Fast alle seine Bewohner starben zwischen 1942 und 1943 im Warschauer Ghetto oder im Vernichtungslager Treblinka.

Dann, nach dem Ausbruch des Ghettoaufstandes 1943, beschlossen die Nazis, es vollständig zu zerstören. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf dem verfallenen Gelände des ehemaligen jüdischen Viertels eine Wohnsiedlung namens Muranów errichtet.

Das Museum der Geschichte der polnischen Juden Polin hingegen begründete seine Botschaft nicht auf dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust (obwohl es eben in diesem Viertel steht), sondern zeigt 1000 Jahre der Geschichte der polnischen Juden sowie ihren Beitrag zur Entwicklung der polnischen Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft. Es ist ein Ort der Begegnung und des Dialogs in der Stadt an der Weichsel.

Die Altstadt von Warszawa

Unweit des Polin-Museums kann die Architektur der Altstadt bewundern werden. Ihren Mittelpunkt bildet der Marktplatz, der von atmosphärischen, bunten Altbauten umgeben ist. In der Mitte steht das Denkmal der Meerjungfrau, es erscheint ist wie das schlagende Herz des Marktes.

Dann haben wir den Schlossplatz mit dem Königsschloss und der Sigismundssäule. Von Norden und Westen ist die Altstadt durch historische Mauern und einen trockenen Graben getrennt. Im Norden gibt es ein Barbakane. Der Weichsel-Steilhang und die sogenannte Gnojna Góra, auf der sich ein Aussichtspunkt befindet, sind von Osten her schwer zugänglich.

Wiederaufbau der Altstadt nach dem Krieg

Die Geschichte hat in diesem Teil der Stadt einen grausamen Tribut gefordert. 1944, während des Warschauer Aufstandes, wurden die Gebäude fast vollständig zerstört. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, in den Jahren 1945-1947, wurden jedoch die wichtigsten Schutz- und Entgratungsarbeiten durchgeführt. Das symbolische Datum für den Beginn des Wiederaufbaus der Altstadt war der 1. September 1947, als Präsident Bolesław Bierut an den Entgratungsarbeiten teilnahm. Viele der Arbeiten wurden von den Warschauern selbst in einem sozialen Akt ausgeführt.

Über viele Jahre hinweg wurden Naturschutzrichtlinien erstellt und Forschungen durchgeführt. Das Rekonstruktionsprojekt wurde von einem Architektenteam in Zusammenarbeit mit Historikern und Kunsthistorikern entwickelt. Schließlich wurde beschlossen, die Pracht der Altstadt aus dem 18. Jahrhundert wiederherzustellen, wenn auch nicht in allen Details. Als Vorlage dienten erhaltene Bilder der City, aber auch Fragmente von Fassaden und Elemente der Innenarchitektur. Auch die räumliche Struktur der Stadt aus dem 12. bis 13. Jahrhundert ist erhalten geblieben. Der enorme Beitrag der Arbeiten zum Wiederaufbau der Altstadt wurde am 2. September 1980 mit der Erenneung zum UNESCO-Weltkulturerbe gewürdigt.

Warschauer Königsweg

Ein unverzichtbarer Teil der Stadt Warschau und gleichzeitig die beliebteste Route (außer der Altstadt) ist der Königsweg. Früher war es eine Verkehrsader, die von der Altstadt nach Süden führte, und heute besteht sie aus einer Reihe von Straßen in Warschau mit schönen historischen Gebäuden.

Der Königsweg beginnt am Schlossplatz, führt durch die Krakauer Vorstadt (Krakowskie Przedmieście), die Neue-Welt-Strasse (Nowy Świat), die Ujazdów-Allee und dann zu den königlichen Residenzen in Park der Bäder und nach Wilanów. Auf diesem Weg können Sie die bürgerlichen Mietshäuser, alten Wohnhäuser, historischen Kirchen, Regierungsbüros und die vor über 200 Jahren gegründete Universität Warschau sehen. Sie können sich auch in den Parks entspannen.

Fryderyk Chopin

Bei einem Spaziergang im Park der Bäder werden die Liebhaber von Chopins Werken sicherlich am Monument anhalten (Chopin-Denkmal), das zu Ehren des Virtuosen errichtet wurde. Und wenn sie diesen Ort am Sonntag (von Mai bis September) besuchen, haben sie die Möglichkeit, ein Chopin-Konzert zu hören, das seit Jahren im Park der Bäder organisiert wird.

Im historischen Ostrogski-Palast können Sie das Fryderyk-Chopin-Museum besuchen, das eines der wenigen multimedialen biographischen Museen in Europa ist. Im Łazienki steht hingegen das Chopin-Denkmal.

Musikalische Bänke

Ein unverzichtbarer Teil der Stadt Warschau und gleichzeitig die beliebteste Route (außer der Altstadt) ist der Königsweg. Früher war es eine Verkehrsader, die von der Altstadt nach Süden führte, und heute besteht sie aus einer Reihe von Straßen in Warschau mit schönen historischen Gebäuden.

Der Königsweg beginnt am Schlossplatz, führt durch die Krakauer Vorstadt (Krakowskie Przedmieście), die Neue-Welt-Strasse (Nowy Świat), die Ujazdów-Allee und dann zu den königlichen Residenzen in Park der Bäder und nach Wilanów. Auf diesem Weg können Sie die bürgerlichen Mietshäuser, alten Wohnhäuser, historischen Kirchen, Regierungsbüros und die vor über 200 Jahren gegründete Universität Warschau sehen. Sie können sich auch in den Parks entspannen.

Die moderne Stadt in Polen - Warszawa Centrum

Warschau von oben

Die polnischen Hauptstadt tist nicht nur der Kultur- und Wissenschaftspalast, sondern auch alte Mietshäuser, historische Kirchen, Museen und Denkmäler. Es ist eine moderne Stadt mit Wolkenkratzern, Einkaufszentren, dem Nationalstadion, dem Kopernikus-Wissenschaftszentrum, dem größten Flughafen Polens – dem Chopin Airport, der jährlich mehrere Millionen Passagiere bedient und der die Hauptbasis von LOT Polish Airlines ist sowie ein Ort für zahlreiche Meetings und internationale Konferenzen.

Warschauer Metro

Ein weiteress Highlight ist die Warschauer U-Bahn, die nicht nur wegen ihrer 25-jährigen Bauzeit, denn der offizielle Tag des Beginns des Baus der ersten Linie M1 ist der 15. April 1983 und der volle Betrieb mit allen 21 Stationen fand erst 2008 statt. Die Metro glänzt auch wegen ihrer Einzigartigkeit und Ästhetik.

Im April 2008 wurde der Wilson Square auf der Konferenz „MetroRail“ in Kopenhagen als schönste Metrostation der Welt ausgezeichnet, die in den letzten Jahren gebaut wurde. Im Februar 2014 nannte CNN Travel es dann eine der 17 beeindruckendsten Metrostationen Europas.

Schon deshalb lohnt es sich, eine Fahrt mit der Warschauer Metro zu machen, um ihre Stationen zu sehen. Wir haben die Wahl zwischen zwei Linien, der längeren M1 und der kürzeren M2. Der Bau der Linie M2, die den linken und rechten Teil der Hauptstadt verbindet, begann 2010, und der erste Abschnitt wurde 2015 in Betrieb genommen. Der zweite Abschnitt befindet sich noch im Bau. Interessanterweise verläuft die Linie M2 unter der Weichsel.

Es lohnt sich, Warsaw zu besuchen

Die europäische Stadt hat, wie Krakau, viele Gesichter und es ist unmöglich, sie alle in einem kurzen Artikel oder Entdeckungen an einem Wochenende zu präsentieren. Eines ist sicher, es lohnt sich, die Stadt, ihre Geschichte, Kultur, ihre Entwicklung im Laufe der Jahre kennenzulernen, die regionale Küche zu probieren, mit den Einheimischen zu sprechen.

Jeder, unabhängig von seinen Geschmacksvorlieben, wird hier etwas Interessantes und Inspirierendes finden. Denn so weckt die Metropole an der Weichsel manchmal Freude, manchmal extreme Emotionen und sie inspiriert. Um ein Fragment von Czesław Niemens Lied zu zitieren, ist Warschau „die schönste meiner Welten“.

Iwona Plewnia

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